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Das Prüfungsrecht

Der Supergau eines Studentenlebens ist eingetroffen, wenn der Student vom Prüfungsamt Mitteilung über sein endgültiges Nichtbestehen einer Prüfung erhält. Reagiert er hierauf nicht, wird ihm zeitnah ein Bescheid über seine Exmatrikulation zugestellt werden. Dieses bedeutet in den meisten Fällen, dass die Arbeit, die der Student in den letzten Jahren geleistet hat, nunmehr wertlos geworden ist, weil er in seinem Studiengang keinen Abschluss erhalten wird.

In dieser Situation, in welcher der Student gezwungen ist seinen Berufswunsch und somit seine gesamte Lebensplanung zu überdenken, sollte er auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, sich gegen die ihn so massiv einschränkende Entscheidung der Hochschule zu wehren.

Während im Kern einer jeden Prüfung ein gerichtlich nicht überprüfbarer Bewertungsspielraum des Prüfers liegt, gibt es doch eine Reihe von Kriterien, an welchen sich Prüfungsentscheidungen messen lassen müssen.

Finden sich im Prüfungsverfahren Bewertungsfehler oder Verfahrensmängel, so besteht die Möglichkeit, dass der Prüfling einen Anspruch auf eine Neubewertung seiner Arbeit oder sogar einen Anspruch auf Widerholung der Prüfung hat.

 

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